Achtung Abzocke!

Insbesondere Seniorinnen und Senioren sind nach wie vor im Visier von skrupellosen Betrügern, die sich zur Zeit verstärkt am Telefon als Polizeibeamte ausgeben. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet die Bevölkerung um gezielte Sensibilisierung älterer Familienmitglieder, Bekannten und betreuten Personen.

Falsche Polizeibeamte

Wie bereits mehrfach berichtet, erreichen immer wieder ältere Mitbürger Anrufe von angeblichen Polizeibeamten. Die Anrufer täuschen im Telefonat vor, dass beispielsweise in der Nachbarschaft eingebrochen wurde, Täter festgenommen wurden oder ein Einbruch unmittelbar bevorstehe und stellen einen Bezug zum potentiellen Opfer her. Im zweiten Schritt erfragen die Täter in der Regel, ob Schmuck oder Bargeld im Haus ist oder fordern die Personen auf, einen größeren Geldbetrag von der Bank abzuheben.
Im dritten Schritt versuchen sie ihr Opfer dahin zubringen, das Geld oder den Schmuck in die Obhut der angeblichen Polizeibeamten zu geben und fädeln eine Übergabe ein.
Die Betrüger sind ideenreich, variieren ihre Methoden und haben oft Kenntnisse zu örtlichen Begebenheiten.
So erreichten in den vergangenen Tagen in Schorndorf, Urbach und Fellbach Senioren die Anrufe der Betrüger. Glücklicherweise waren die Anrufer misstrauisch und ließen sich nicht in die Irre führen, so dass kein Schaden entstand.

Enkeltrick

Die Betrüger rufen meist bei älteren und allein lebenden Personen an und geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Freunde aus. Immer bitten sie kurzfristig um Bargeld. Vorgetäuscht wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage, beispielweise ein Autokauf oder ein Unfall. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt, um das Opfer unter Druck zu setzen. Sobald es bereit ist zu zahlen, wird ein Bote geschickt, um das Geld abzuholen. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht zu Hause, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen, um dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar das Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann.

Gewinnversprechen

Die Betrüger versprechen ihren Opfern am Telefon hohe Gewinne. Die Methode ist immer ähnlich: Vor einer Gewinnübergabe werden die Betroffenen aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen. Sie sollen Gebühren bezahlen, kostenpflichtige Telefonnummern anrufen oder an Veranstaltungen teilnehmen, auf denen minderwertige Ware zu überhöhten Preisen angeboten wird.

Tipps für Ihre Sicherheit:

Geben Sie niemals Unbekannten am Telefon Auskünfte über Vermögenswerte
Übergeben Sie niemals Wertgegenstände oder Bargeld an Unbekannte oder verschicken sie an unbekannte Empfänger
Lassen Sie sich am Telefon nicht einschüchtern und überweisen Sie kein Geld
Echte Polizeibeamte würden niemals Besitzverhältnisse telefonisch erfragen oder Wertgegenstände an der Haustüre abholen
Lassen Sie sich nicht von angezeigten Telefonnummern täuschen. Bei dieser Betrugsmasche werden oftmals über einen Internetdienst Fantasienummern generiert, die bei den Opfern den Anschein erwecken sollen, dass die „echte Polizei“ anrufe.
Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer
Im Verdachtsfall rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle oder die 110 (ohne Vorwahl!) an.

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