Tag des Einbruchschutzes, Kampagnen, Technik, Hilfe und gute Nachbarschaft

Es wird wieder ernst – dunkle Absichten in der dunklen Zeit – Wohnungseinbrecher haben wieder Hochkonjunktur und Sie können uns helfen, das zu verhindern

Die Aufgabe der Polizei ist es, dafür zu sorgen, dass es weniger Wohnungseinbrüche gibt. Sie, die Bürger, die Wohungsinhaber und Hausbesitzer können die Polizei unterstützen und sich selber ein sicheres Heim schaffen.

„Durch die Schwerpunktsetzung der Polizei, umfangreiche präventive Maßnahmen und die Wachsamkeit der Bevölkerung konnte die Anzahl an Wohnungseinbrüchen seit dem sehr negativen Jahr 2014 reduziert werden“, so der Leitende Kriminaldirektor Reiner Möller bei einer Zwischenbilanz. „In den Jahren 2015 und 2016 wurde die Zahl der Wohnungseinbrüche um zusammen mehr als 30 Prozent verringert und auch im aktuellen Jahr 2017 sind wir bisher auf einem ähnlich guten Weg. Auf diesem Weg sind wir weiterhin insbesondere auch auf die Wachsamkeit der Bevölkerung angewiesen“

Vier von Zehn verhindert – und es geht noch besser

In den vergangenen Jahren blieben regelmäßig rund 40 Prozent aller Wohnungseinbrüche unvollendet. Dass es in vier von zehn Fällen beim Versuch blieb lag in aller Regel daran, dass die Einbrecher beim Eindringen in das Gebäude scheiterten. Bevorzugt versuchen die Einbrecher durch Aufhebeln oder Aufbrechen von Eingangstüren, von Terrassen-oder Balkontüren oder von Fenstern in das Haus oder die Wohnung zu gelangen. Wie die Versuchsstatistik zeigt, gelingt das nicht immer und Sie selbst können ganz aktiv dazu beitragen, dass das nicht nur so bleibt, sondern das Scheitern der Einbrecher weiter steigern. Zusätzlich zur Arbeit der Polizei können Sie also auch selber richtig viel für Sicherheit Ihrer vier Wände tun und sich selbst das gute Gefühl von Sicherheit geben.

Machen Sie es dem Einbrecher so schwer wie möglich, Ihre Wohnung ist IHR Reich und soll es bleiben. Und Sie bekommen Hilfe

Viel hilft viel und Viele helfen Vielen

Sie werden nicht alleine gelassen und erhalten Hilfe vielerlei Art.

  • Bei der KfW können Zuschüsse für förderfähige Investitionskosten beantragt werden: www.kfz.de/455
  • Auf der Internetseite www.k-einbruch.de finden Sie u.a. technische Sicherheitstipps im Überblick, Herstellerverzeichnisse zu geprüften und zertifizierten einbruchhemmenden Produkten und die neue Broschüte „Ungebetene Gäste“
  • Eine so kurzweilige, wie interessante Serie finden Sie auf YouTube unter http://bit.ly/2bYedNp unter dem Thema „Die Elster – ein Profi-Einbrecher packt aus“
  • Ganz praktisch, völlig unverbindlich und kostenlos erhalten Sie in den Beratungsstellen der Polizei eine technische Sicherheitsberatung zum Einbruchschutz und, wo nötig und möglich, werden sogar direkt an Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung Schwachstellen gesucht. Die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Aalen sind
    o für den Ostalbkreis in 73525 Schwäbisch Gmünd, Waisenhausgasse 1 – 3; Telefon 07171/7966503
    o für den Landkreis Schwäbisch Hall in 74523 Schwäbisch Hall, Im Lehen; Telefon 0791/400322
    o für den Rems-Murr-Kreis in 70734 Fellbach, Frizstraße 5; Telefon 0711/5772201
  • „Einbrüche zu verhindern, kann am besten im gesamtgesellschaftlichen Miteinander erreicht werden“, sagte der Innenminister bei der Vorstellung der „Prävention von Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft“. Zu dieser Nachbarschaft zählen neben Stadtverwaltung und Polizei beispielsweise auch Vereine, Kirchen, die freiwillige Feuerwehr, Schulen und Bürgerinitiativen.
    o Dass das keine Absichtserklärungen bleiben muss, zeigt die Aktion „Sicher leben im Rems-Murr-Kreis“. Anfang November werden bei einem gemeinsamen Pressegespräch u.a. eine   erfreulich große Zahl an Kooperationspartnern vorgestellt.
    o Und Nachbarn sind auch nicht nur die anderen. Auch Sie sind Nachbar und können helfen und auch Sie haben Nachbarn, die Ihnen helfen können. Achten Sie aufeinander, Sie sind es wert.

Viele Einbrüche in der „Dunklen Jahreszeit“

Im vergangen Jahr wurden mehr als die Hälfte aller Einbrüche in nur vier Monaten verübt. In den Monaten Januar, Februar, November und Dezember fanden mehr Einbrüche statt, als in den anderen acht Monaten zusammen. Auf diese Zeit steuern wir im Moment wieder zu. Neben allen geschilderten Maßnahmen kommt es dabei noch einmal ganz intensiv auf Sie an, um gerade die Anreize, die speziell durch die frühere Dämmerung herrschen, zu reduzieren.
Anders als im Sommer, ist es dunkel, wenn Sie aus dem Haus gehen und schon lange wieder dunkel, bis Sie von der Arbeit oder auch vom Einkauf nach Hause kommen. Ohne Vorkehrungen sieht der Einbrecher auf einfache Art und Weise, ob das Haus leer ist.
• Ideal sind Rollläden, die erst bei Helligkeit geöffnet sind; das kann man von Hand machen oder elektrisch steuern lassen
• Schon Licht in an sich leeren Räumen kann Bewohntheit signalisieren; auch das geht zum Beispiel mit Zeitschaltautomatik
• Wo Sie das nicht selber können, kann vielleicht der Nachbar helfen; dasselbe können Sie vielleicht auch für ihren Nachbarn tun

Tag des Einbruchschutzes ist Plattform und Sprungbrett für den Bürger

Der „Tag des Einbruchschutzes“ soll noch einmal eine bundesweite Plattform bieten, den Tagen und Monaten des Einbruchsschwerpunktes entgegenzuwirken. Der Bürger soll für dieses Thema weiter sensibilisiert werden. Er soll das Thema nicht verdrängen, weil es ihm besser geht, wenn er es nicht für möglich hält, dass in seine Privatsphäre eingedrungen werden kann. Der Bürger soll zur aktiven Verhinderung eines solchen Eindringens animiert und befähigt werden. Dazu wird ihm Handlungskompetenz an die Hand gegeben und er soll auch „dafür sensibilisiert werden, in geprüfte und zertifizierte Sicherungssysteme zu investieren“, wie es der Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Gerhard Klotter formuliert hat. Ein Sprungbrett in ein sicheres Gefühl.

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